Was ist das Nichts ?

Vorwort: Zu diesem kurzen Text hat mich der Roman  „Nichts – Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller inspiriert. Kurz zusammengefasst – es geht um den Schüler Pierre Anthon und seine Klasse. Pierre Anthon kommt nach den Ferien in die Klasse und konfrontiert seine Mitschüler mit der Aussgage, das Nichts irgendetwas bedeute. Es folgt ein Kampf der Schüler um die Bedeutung, indem sie Dinge opfern welche für sie wertvoll sind um das Vorhandensein der Bedeutung zu beweisen. Es ist ein sehr lohnenswertes Buch, wenn auch nur die „depressive und negative“ Seite des Nichts veranschaulicht wird.

Nun also zum Text :

Die Dualität des Nichts

Das Nichts ist ein zweischneidiges Schwert. Der Himmel oder die Hölle. Erleuchtung oder Depression. Der Mensch wird zuhauf von seinen Gedanken blockiert, aus diesem Grund ist die Vorstellung eines Nichts beängstigend. Es wäre ein Zustand in dem die Kontrolle abgegeben wird, ein Zustand, in dem die Führung von etwas anderem übernommen wird. Keine Gedanken zu denken, was für den Verstand gleichbedeutend mit „Nichts“ ist, kann nur aus seiner Perspektive in Sinn- und Existenzlosigkeit münden.

Doch erheben wir uns über die Angst vor dem Nichts werden alle gedanklichen Fesseln gesprengt und das, was zuvor bedrückend und beängstigend wirkte, wird nun als Raum erkannt. Ein Raum dessen Möglichkeiten grenzenlos sind und in dem es keine Gegensätze mehr gibt. Er ist das Leben selbst oder besser gesagt, dass was Leben möglich macht. Stehen wir also wirklich im Nichts so lösen sich all die Illusionen, welche wir über uns selbst haben auf und es entsteht eine wundervolle Verbindung zu allem.          So wie ein Ton aus der Stille geboren wird, kann auch nur etwas entstehen dessen Ursprung sich im Nichts gründet.

Betrachten wird das Nichts also durch die Perspektive des Verstandes, so wird es ein furchteinflößendes Konzept bleiben. Sollten wir unsere Identifikation mit dem Verstand aber aufgeben können…nun… was wir dann übrig bleiben?

 

 

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