Gewohnheiten Teil 1 – Einführung Was ist eigentlich eine Gewohnheit ?

Wir sind das was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“

-Aristoteles

Anfänglich ist dies der erste Teil einer Reihe an Beiträgen, in der das Thema Gewohnheiten beleuchtet und erläutert wird. Es soll darum gehen wie Gewohnheiten aufgebaut sind und funktionieren, wie man neue Gewohnheiten schaffen und alte ändern kann. Zudem möchte ich euch Gewohnheiten vorstellen, von denen ihr profitieren könnt, welche mehr Klarheit und Bewusstheit in euer Leben bringen und welche nützlich für die Steigerung der Produktivität sind.

Diese Reihe schreibe ich zum Großteil in Anlehnung an das Buch „Die Macht der Gewohnheit“ von Charles Duhigg, welches ich wirklich für das Verständnis von Gewohnheiten empfehlen kann.

Was ist also eine Gewohnheit?

Das Gehirn bildet Gewohnheiten in einem Areal namens „Basalganglinien“ aus um sich weniger anstrengen zu müssen. Es ist also ein Mechanismus der eingreift um die gedanklichen Aktivitäten und den Alltag effizienter zu gestalten. Wenn man nicht achtsam ist, versucht das Gehirn aus so vielen Routinen wie möglich eine Gewohnheit zu schaffen um sich weniger anstrengen zu müssen. Dabei sind nicht nur die von uns geschaffenen Gewohnheiten gemeint, welche wir sofort als solche identifizieren, sondern auch viele Handlungen die vielleicht zu banal scheinen um Aufmerksamkeit zu erhalten. Unser Alltag wird zu einem großen Teil durch Gewohnheiten bestimmt. Das drücken der Snooze Taste beim klingeln des Weckers, das Zähne putzen, Schuhe anziehen, Weg zur Arbeit/ Schule/Uni usw. Wenn du einmal deinen Tag reflektierst, was fällt dir auf ? Welche Handlungen führst du bewusst durch und welche Gewohnheiten entdeckst du ?

Wie funktioniert eine Gewohnheit ?

Eine Gewohnheit besteht aus einer Schleife zwischen Auslösereiz, Routine und Belohnung ( siehe Titelbild).

Der Auslösereiz könnte als eine Art Startknopf gesehen werden, der das Gehirn auffordert in die Routine überzugehen. Es ist also etwas das wir wahrnehmen. Dieser  Auslösereiz aktiviert dann eine bestimmte Routine.

Im Anschluss auf den Reiz folgt die Routine, welche eine körperliche Handlung oder Reaktion, ein emotionales Muster oder auch eine gedankliche Struktur sein kann.

Am Schluss steht die Belohnung, welche ein treibender Motor für eine Gewohnheit ist. Unser Gehirn entscheidet ob sich die Routine gemerkt wird, durch die Abwägung ob eine für sich lohnenswerte Belohnung erhalten wurde.

Ausblick

Gewohnheiten können also ein Segen, wie auch ein Fluch sein. Ob ich nun am Morgen Joggen gehe, ständig auf dem Sofa liege, jede 2 Minuten zum Süßigkeiten Schrank laufe, zur bestimmten Zeit ein Buch lese oder ständig zur Zigarette oder Bierflasche greife ist letztendlich nur ein effektivitätsfördernder Mechanismus des Gehirns. Leider stürzt uns dies schnell in eine Abhängigkeit und macht uns zu Marionetten unserer Gewohnheitsschleifen.

Aber keine Angst, wenn man erst einmal die Struktur dieser Gewohnheiten durchschaut hat, kann man sich nach Belieben neue Gewohnheiten aneignen oder alte verändern, natürlich gehört dann auch Disziplin dazu.  Im zweiten Teil wird es darum gehen wie du eine neue Gewohnheit erschaffen kannst, was Firmen beim Marketing beachten um sich dies zu Nutze zu machen und Schlüsselfaktoren, welche zu einer Gewohnheitsbildung beitragen.

 

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