Impressionen aus Chemnitz #wirsindmehr #füreinander da sein

Dieser Blog ist eigentlich nicht für politische Themen gedacht, allerdings geht das, was in Deutschland aktuell vor sich geht, weit über Politik hinaus. Wir wurden in den letzten Wochen Zeugen davon, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, bzw. ihres Aussehens durch die Straßen gejagt wurden. Hinzu kommt, dass die AFD und unser Innenminister die Empörung darüber legitimieren und herunterspielen, als wäre es eine gemütliche Demo für den Sonntag Nachmittag gewesen, nach der man sich gemütlich zum Kaffee trifft.

Das was nun nach außen getragen wird, ist leider etwas das viel tiefer geht als nur Wut oder Hass. Wir sehen hier einen Ausdruck von kollektiv gestörten EGO Formen, die immense Ausmaße annimmt, sofern sie auf nationaler Ebene hingenommen wird.

Am Montag war eine große Menge an Menschen in Chemnitz zu sehen, die genau das nicht hinnehmen will. Die nicht mit ansehen will, wie bei Ungerechtigkeiten auf der Straße zu- oder weggeschaut wird. Die ein Zeichen setzen und zeigen will, dass es weitaus mehr Menschen gibt die für ein friedliches miteinander, ungeachtet der Herkunft, des Glaubens, der Hautfarbe o.ä einstehen.

Mir ist aber auch aufgefallen, dass sich zu Teilen sehr stark auf das „gegen jemanden sein“ konzentriert wird. Das Diskriminierung und Übergriffigkeiten weder verbal noch körperlich geduldet werden, ist hierbei völlig klar. Und das nicht der Zeitpunkt da ist um politisch keine klare Linie gegen Parteien zu fahren, die solche Vorgehensweisen unterstützen, ist ebenfalls hoffentlich klar geworden.

Wovon ich spreche ist der innere Zustand. Bitte achtet auf euch in diesen Zeiten. Es wird viel Wut und Hass gestreut und wenn ihr nicht acht gebt, werdet ihr ihn in euch tragen und ebenfalls weitergeben. Nicht auf die gleiche Art und Weise des Ausdrucks, aber doch unbewusst im Hintergrund. Trotz Stellungnahme kann man auch ein bewusstes FÜR wählen.

Für Frieden, Gleichberechtigung, Menschlichkeit und Liebe einzustehen mag manchen gleich vorkommen wie gegen die Umstände zu sein, die dies verhindern, doch das ist es nicht, denn der Fokus und das Gefühl ist ein anderes. Vergesst bei dem „gegen jemanden aufstehen“ nicht, dass ihr auch „für jemanden aufsteht“. Besonders wenn solche Dinge geschehen brauchen Menschen die darunter leiden Zuwendung und Hilfe. Richtet euer Augenmerk bitte auch auf die schönen Dinge, die wir besonders in schwierigen Zeiten nicht vergessen sollten.

Lasst uns gemeinsam aufstehen für ein Deutschland das nicht nur vorgibt friedlich, tolerant und weltoffen zu sein. Nehmen wir es selbst in die Hand und engagieren uns für Nächstenliebe und die Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Dabei ist die innere Haltung vielleicht schon entscheidend und selbst ein freundliches Wort oder Lächeln für Mitmenschen können schon etwas bewegen !

 

Quelle des Bildes : https://pixabay.com/de/

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