Gewohnheiten Teil 3 [1/3] – Gewinnst du den Morgen, gehört dir der Tag ( Morgenroutine)

Wie die Überschrift schon sagt, kann eine Morgenroutine unglaublich hilfreich für einen guten Start in den Tag sein. Sie kann die gefühlte Lebensqualität steigern und sich positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken. Ebenso die Achtsamkeit, Produktivität und den Fokus des ganzen Tages steigern und je nach Aktivitäten viele weitere Vorteile beinhalten. Doch zunächst gebe ich noch einen Ausblick darüber, welche Aktivitäten sich negativ auf einen gelingenden Morgen auswirken können, die es also zu vermeiden gilt.

Was du Morgens vermeiden solltest:
-Direkt nach dem Aufwachen auf dein Handy schauen
Nach dem morgendlichen Erwachen befindet sich das Gehirn aus wissenschaftlicher Sicht in einem übergehenden Zustand zwischen vorherrschenden Alpha und Theta Wellen. In diesem Stadium ist man einerseits sehr kreativ und inspiriert, andererseits auch sehr aufnahme- und lernbereit. Folglich ist man durch das Nutzen des Smartphones direkt nach dem Aufwachen sehr beeinflussbar. Zudem wird die vorhandene Produktivität unterdrückt und das mögliche Potenzial bleibt durch die Ablenkung ungenutzt. Außerdem kann sich die Aufnahme von Informationen, die als negativ bewertet werden, in diesem Stadium sehr stark auf den emotionalen Zustand auswirken.
Des Weiteren steuert man einem reaktiv bestimmten Handeln entgegen und kann so zum Gestalter des Morgens und seines inneren Zustandes werden.
Quelle 1 Quelle 2

-2000 x auf den Snooze Button schlagen
Was überspitzt dargestellt ist, werden viele kennen und für einige wird es sogar die gefühlte Realität sein. „Ich muss um 7 Uhr aufstehen, also stelle ich mir den Wecker auf 6:30/ 6:35/ 6:40 und so weiter, damit ich mehr Zeit zum wach werden habe.“
Dabei ist dieser Ansatz leider schlichtweg falsch. Das Betätigen der Snooze-Taste und dem anschließenden Weiterschlafen mit folgenden kurzen Unterbrechungen, bringt laut US- Forscher Rosenberg den Schlafrythmus durcheinander. Zurück bleibt ein verwirrter Organismus, der nicht weiß ob er wach sein oder schlafen soll. Damit wird das ursprüngliche Ziel ins Gegenteil gekehrt; man fühlt sich erschöpft und müde anstatt ausgeschlafen.
Hier bietet es sich an, den Wecker morgens außerhalb der direkten Reichweite zu platzieren, da man aufstehen muss.
Bei mir persönlich hat es gereicht nur einen Wecker zu stellen und es war so einfach wie es sich anhört, probiert einfach aus wie es für euch am besten funktioniert.
Quelle 3

-Kurz bevor man zur Arbeit/Schule/ Uni muss, erst aufstehen
Der Wecker klingelt. Es ist 7:50 Uhr und um 8 Uhr muss ich schon da sein. „Katzenwäsche“, schnell anziehen, essen für unterwegs und los. Was für einige ein normaler Morgen ist, bedeutet viel Stress für den Organismus. Weder hat man die Zeit um wach zu werden, mit sich in Verbindung zu treten, still zu werden, noch dem Organismus in Ruhe Nahrung zuzuführen. In Gedanken ist man schon am Zielort und malt sich eventuelle Probleme und Reaktionen auf das eigene Zuspätkommen aus. Ein Start in den Tag mit negativen Emotionen und Stress ist hier vorprogrammiert. Gönne dir also die Zeit und stehe früher auf. Der frühe Morgen hat einen unglaublichen Zauber in sich und es ist sehr beruhigend zu einem Zeitpunkt wach zu sein, an dem ein Großteil der Menschen schläft. Wenn du aber keine Lust hast um 5 Uhr morgens aufzustehen, was trotz dessen viele Vorteile mit sich bringt, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, früh genug vor deinem ersten Termin oder dem Beginn der Schule/Arbeit/Uni aufzustehen.
In diesem Punkt findest du auch einen der Grundbausteine für eine gelingende Morgenroutine, da du für die Durchführung verschiedener Tätigkeiten jeden Morgen Zeit brauchst. Durch das frühe Aufstehen steigerst du zudem deine Willensstärke und wirst wieder zum/r Gestalter/in deines Tagesbeginns.
Allerdings gehört dazu auch das frühere zu Bett gehen am Vorabend.
Wenn du auch hier nicht glauben kannst, das du jemals so früh auftstehen könntest, überzeuge dich doch einmal selbst und überprüfe deine Hypothese.
Um wirklich festzustellen ob es nichts für dich ist, solltest du es mindestens eine Woche lang ausprobiert haben.

Diese Punkte sind ein gutes Gerüst um sich eine, auf die persönlichen Ziele abgestimmte Morgenroutine zu erstellen.

Noch ein paar zusätzliche Tipps, damit das Aufstehen leichter fällt:

1. Step bei Step – Wenn du früher aufstehen willst, es aber schwierig ist für dich, dann nehme dir die Umstellung für einen längeren Zeitraum vor. Z.B jeden dritten Tag 15 Minuten früher.
2.Wie viel Schlaf brauchst du? – Um herauszufinden wie viel Schlaf dein Körper braucht, da dies bei jedem unterschiedlich ist, lass doch im Urlaub einfach mal den Wecker weg und schau, nach wie viel Stunden du ausgeschlafen bist.
Alternativ schreibst du eine Art Tagebuch, wie du dich nach wie vielen Stunden fühlst.
3.Licht anmachen – Stelle das Licht an, damit du nicht gleich wieder ins Land der Träume abgleitest.
4.Hinsetzen- Dies hilft mir sehr gut und ist auch Teil meiner Routine, weil es sich gut mit anderen Dingen verbinden lässt, in meinem Fall mit einer Dankbarkeitsübung, dazu aber im nächsten Text mehr. Ich stehe zwar nicht direkt auf, setze mich aber erstmal ans Bett damit ich nicht gleich wieder einschlafe.
5.Den Wecker weit weg legen – Wie vorhin schon beschrieben, lege deinen Wecker so in dein Zimmer, das du aufstehen muss um ihn auszuschalten.
6.Deine Morgenroutine – Eine Morgenroutine an sich ist etwas, das mich morgens aus dem Bett treibt. Ich freue mich jeden Morgen darauf und daher fällt es leichter aufzustehen.
7.Du kannst das ! – Da Gedanken unsere Realität beeinflussen, hier eine der wichtigsten Voraussetzungen. Gehe davon aus, das du es schaffst. Wenn du von vornherein glaubst, das dein Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist, wird es das auch.
Also kein wenn und aber, „Ich stehe morgen früher auf.“

Ursprünglich war geplant nur einen Text über Morgenroutinen zu schreiben. Da dieses Thema mir aber zu wichtig und wie ich finde zu komplex ist, um es nur kurz anzureißen, wird die Gewohnheitsreihe dadurch noch länger werde, ich hoffe ihr seht es mir nach :).

Ausblick :
Teil 2 der Morgenroutinenreihe wird Bausteine beinhalten, mit denen man sich für die eigene Morenroutine inspirieren lassen kann.
Teil 3 der Morgenroutinenreihe wird den Gegenpart für eine gelingende Morgenroutine darstellen, eine Abendroutine.

 

 

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