Achtsamkeit im Alltag – Gönn dir eine Pause

Du hast keine Zeit für Meditation und auch keine Lust stundenlang Sitzmeditation zu praktizieren?
Möchtest aber dennoch bewusster werden und dich näher kennenlernen?
Dann habe ich hier das passende für dich, Achtsamkeit im Alltag.

Es gibt viele Erklärungen der Achtsamkeit. Ich betrachte Achtsamkeit als eine grundlegende, wertefreie Haltung zum Leben und eine Wahrnehmung des jetzigen Augenblicks mit all seinen Facetten und Bereichen.
Es mag komplex klingen, ist es im Kern der Sache aber nicht, was wiederum nicht bedeutet das ich sage es wäre leicht.
Auch wenn über Achtsamkeit schon unzählige Bücher geschrieben wurden, ist doch das Praktizieren das Wichtigere.

Im Grunde bedeutet es:
-Wenn du gehst, dann gehe.
-Wenn du Tee trinkst, trinke Tee.
-Wenn du isst, esse.

Mit der Achtsamkeit lässt du das Multi-tasking gezielt bei Seite und konzentrierst dich nur auf das, was gerade ist und was du tust.

Übungen:
Die Glocke der Achtsamkeit
Im buddhistischen Zentrum Plum Village in Südfrankreich, leuten jede 15 Minuten die Glocken. Während dieser Zeit unterbricht jeder in Hörreichweite seine Tätigkeit und richtet seine Aufmerksamkeit auf das Jetzt.
Nimm deine Umgebung wahr, nimm deinen Atem wahr,
nimm deine Gefühle und Gedanken wahr.
Sage „Ja“ zu allem was sich zeigt.
In Deutschland gibt es viele Kirchen die du für diese Übung nutzen kannst.
Als Alternative könntest du wiederkehrende Geräusche der Umgebung nehmen.
Bahnschranken, das klingeln deines Handys oder auch die Schulglocke der Schule nebenan.
Wenn du das gewählte Geräusch hörst, lege eine Pause ein bis das Geräusch vorbei ist.
Während dieser Pause richtest du deine Aufmerksamkeit auf dich und deine Umgebung.

3- Minuten- Meditation- Stopp
Nimm dir vor, mindestens 6x am Tag eine Pause für 30 Sekunden zu machen.
Wie bei der Glocke der Achtsamkeit richtest du deine Aufmerksamkeit auf deine Gedanken und Gefühle, welche dich in diesem Moment beschäftigen.
Durch das „Stopp“ schaffst du eine Unterbrechung im Gedankenstrom und kommst plötzlich zur Ruhe.
Du kannst es überall durchführen. Bleibe einfach stehen und unterlasse jegliche Handlung, nimm einfach wahr.
Am besten nicht wenn du gerade über eine Straße gehst 😉
Auch öfter als 6x 30 Sekunden sind in Ordnung, jedoch sollten es bei dieser Form nicht weniger sein. Im Laufe der Zeit wird dein Kopfkino des Öfteren unterbrochen werden und du wirst immer mehr vom jetzigen Augenblick mitbekommen.

Pause
Jedes Mal wenn du eine Tätigkeit beendet hast und dich daran erinnerst, legst du eine Pause für 5 Sekunden ein.
Der letzte Bissen- Pause- Geschirr abräumen- Pause- Jacke anziehen- Pause.
„Aber ich kann doch nicht nach allem was ich mache 5 Sekunden Pause machen.“
Natürlich kannst du immer noch entscheiden wann du eine Pause einlegst, allerdings wird es am Anfang gar nicht so häufig sein. Dies ist eine starke Übung um den Alltag zu entschleunigen und in Entspannung durch den Tag zu gehen.

Warten
Jeder kennt es und viele können es nicht leiden, das Warten. Allerdings ist das Warten nur eine Last und Qual, wenn ich gerade viel lieber schon angekommen wäre als  zu warten.
Auch Wartezeit kann Zeit für dich und zum Genießen sein.
Die Alternative dazu ist das, was umgangssprachlich „Zeit totschlagen“ genannt wird. Warum diese Zeit also nicht für Achtsamkeitsübungen nehmen?
Ist das nächste mal wieder warten angesagt, kannst du die Zeit nutzen um einmal genau deine Umgebung zu betrachten.
Oder du beobachtest deinen Atemfluss, wie du ein- und ausatmest.
Vielleicht bringst du auch Bewusstsein in deinen Körper und spürst deine Hände, dann die Füße, oder auch den ganzen Körper.
Möglicherweise kannst du die Zeit auch einfach nutzen um dich mal zu fragen wie es dir gerade eigentlich geht.
Wer an dieser Stelle wen fragt, das lassen wir einfach mal offen stehen.

 

Diese Übungen sind Möglichkeiten um achtsame Pausen im Alltag zu integrieren.
Eine große Rolle spielt hierbei das „Erinnern“ an die Achtsamkeit. Das Erinnern daran, dass der Film im Kopf nur ein Film ist und nicht die Realität sein muss.

Mit der Zeit wirst du dich häufiger und in geringeren Abständen erinnern.

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