Kopfkino – umdenken statt aufgeben

Hast du manchmal das Gefühl das gar nichts klappen will? Du brauchst gar nichts versuchen, denn es wird ja doch nichts. Freude hat immer einen bitteren Beigeschmack, denn nach ihr kommt immer wieder der Schmerz.
Zeigt dir das Leben einen Film, den du oft gar nicht sehen willst?

Dann habe ich eine gute, oder eine schlechte Nachricht für dich, je nachdem wie du sie beurteilen möchtest: Das alles liegt in deiner Verantwortung.

Ich spreche nicht von schweren Schicksalsschlägen oder Katastrophen, sondern von den Geschichten die sich viele Menschen erzählen um ihr gewohntes Leben nicht verändern zu müssen. Diese werden dann schnell zu den Drehbüchern ihres Lebens.
Irgendwann ist der Drehbuchautor dann so in seinen eigenen Film vertieft, dass er das Skript in seiner Hand vergisst.

1. Am Anfang war der Gedanke
Wir Menschen denken die ganze Zeit, ob wir es mitbekommen oder nicht. Wenn du einem Gedanken Bedeutung gibst, dann ist es so, als würdest du bei Netflix raussuchen welchen Serie du dir heute anschauen möchtest. Du wählst also aus vielen Möglichkeiten die aus, welche dir gerade wichtig erscheint.
2. Das Kino beginnt
Dieser Gedanke kann nun einen Film in deinem Kopf auslösen, ein Beispiel:
„Heut ist ein beschissener Tag“, soweit der Gedanke.
Jetzt beginnst du dir auszumalen, was an so einem beschissenen Tag alles passieren kann. Streit mit Freunden, Partner, Familie oder auf der Arbeit/ in der Schule. Du verpasst den Bus, oder stehst im Stau. Ein Vorhaben funktioniert nicht, usw.
3. Du fieberst mit
Auf diese Projektion folgt nun ein Gefühl. Da du in Gedanken bei einem schlechten Tag bist, fängst du nun an dich z.B schlecht und lustlos zu fühlen. „Wenn der Tag eh schlecht wird, warum soll ich überhaupt aufstehen, ergibt doch keinen Sinn?
Dass dieses Gefühl aus deinem Gedanken heraus entstanden ist, wird dabei schnell vergessen. Der Film nimmt nun Raum in deiner jetzigen Situation ein, denn nur im Jetzt, können Gedanken gedacht werden.
4. Die Handlung des Geschehens
Was macht jemand für ein Gesicht, der keine Lust auf einen Tag hat? Stelle dir jemanden vor, der keinen Bock hat auf das, wo er oder sie gerade ist?
Das bist in diesem Moment dann du! Wenn dieser Film bei dir Läuft und du dich schlecht und lustlos fühlst, dann siehst du genauso aus.
Vielleicht beschwerst du dich auch, wie nervig und unfair alles ist.
5. Das Publikum
Deine Zuschauer sind in diesem Fall andere Menschen, die mitbekommen wie es dir geht und was du tust oder sagst.
Vermutlich spiegeln sie dir deinen Zustand und dein Verhalten.
„Man du siehst ja heute fertig aus, geht’s dir nicht gut?“
„Ja, kann ich verstehen ist echt nicht fair.“
„Klingt ja echt ja nem miesen Tag, in deiner Haut möchte ich nicht stecken.“
Die Zuschauer jubilieren also im übertragenen Sinne über den Film, der bei dir läuft.
6. Die Erfahrung des Films
Aus dem Erlebten bildet sich dann eine Erfahrung, die sehr oft den anfänglichen Gedanken bestätigt. Der anfängliche Gedanke führte also zu einer Kette von Reaktionen, die dich am Ende die Erfahrung „Heute ist ein schlechter Tag“ erleben lässt. Somit schließt sich der Kreislauf und du kannst dich jetzt bestätigt fühlen „Ich habe doch gesagt das es ein Scheiß Tag ist“ oder „Wusste ich es doch…“.

STOPP!!!
„Das sind aber seltsame Aussichten für Filme, solche will doch keiner sehen.“
Wäre das so, aus der Sicht eines Regisseurs?
Viele Menschen mögen dieses Drehbuch. Dann bekommen sie Mitleid und Anerkennung. Sie holen sich auf diese Art, was sie meinen zu brauchen.
Versteh mich auch hier bitte nicht falsch. Kaum ein Mensch wird sagen „Ich mag meine Probleme“, dies läuft eher auf unbewussteren Ebenen ab. Somit willst du vielleicht in eine Richtung gehen, deine unbewussten Filme lenken dich allerdings immer wieder in eine andere. Am Ende bist du dann frustriert, dass du nicht dort angekommen bist, wo du eigentlich hin wolltest.
Das heißt nicht, dass es keine Fehlschläge oder unschöne Situationen mehr gibt. Auch nicht das negative Gefühle ignoriert oder abgelehnt werden sollte, im Gegenteil, nur mit ihnen können wir wachsen. Das heißt nur, dass du dich anhand dieses Kreislaufes zwischendurch fragen kannst, wo stehe ich gerade und wie bin dahin gekommen?
Was musste ich denken um hier zu landen?
Ist der Gedanke den ich Eingangs dachte wahr?
Was würde passieren wenn ich immer weiter so denke?
Wie müsste ich denken um einen anderen Tag zu erleben?

Nimm dir zwischendurch während des Tages die Zeit und spüre in dich hinein.
Wie geht es dir gerade? Nutze gerne die Fragen als Hilfe dazu, denn das wichtigste ist, diese Vorgänge immer wieder zu bemerken und bewusst zu erleben.

Probiere doch einfach mal aus ob das Drehbuch deines Lebens schon so festgeschrieben ist wie du meinst.

Welches Leben möchtest du führen?
Wie müsstest du dafür denken
?



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